Ambulanz für Bewegungsstörungen im Parkinsonzentrum Göttingen-Kassel

Sprechzeiten & Anmeldung

Montag bis Freitag 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr nach Voranmeldung sowie nach Vereinbarung.
Terminvereinbarung unter 0551 39-8484 oder 8485.

Leitstelle Klinische Neurophysiologie
Ebene 2, Aufzug B1 in der Universitätsmedizin Göttingen

Email: clneuphy@gwdg.de (keine Terminvergabe)

Schwerpunkte

Ziel unserer Ambulanz ist die Diagnosestellung, Therapie und Verlaufskontrolle verschiedenster Erkrankungen, die mit Bewegungsstörungen einhergehen.

Hierbei kommt es entweder zu einer unwillkürlichen Verarmung (Hypokinese)  oder zu einem Übermaß (Hyperkinese) an Bewegungen, teilweise kombiniert mit einer fehlerhaften Bewegungsausführung.

Krankheitsbilder

Störungen der Bewegungskontrolle können durch eine Vielzahl von Erkrankungen ausgelöst werden.

Hierzu gehören:

  • idiopathisches Parkinson-Syndrom
  • atypische Parkinson-Syndrome (MSA, PSP, CBD)
  • essentieller Tremor
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Chorea Huntington
  • Dystonien
  • Ataxien und andere Bewegungsstörungen

Diagnostik

Im Rahmen des Ambulanztermins oder des Parkinsonzentrums wird nach ausführlicher neurologischer Untersuchung weitere umfangreiche Diagnostik, entweder ambulant oder auf unserer Station 5023 durchgeführt werden, z.B.:

  • Parenchymsonographie
  • Frühdiagnostik in Zusammenarbeit mit den Kliniken für Nuklearmedizin (DaTSCAN™ oder IBZM-Spect) und Neuroradiologie (bildgebende Diagnostik)
  • Tremoranalyse
  • Riechtest
  • Neurovegetative Diagnostik
  • L-Dopa/Apomorphin-Test
  • Neuropsychologische Testdiagnostik
  • Indikation und ggf. Veranlassung genetischer Diagnostik zusammen mit der Ambulanz für Neurogenetik.

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Dat Scan

Therapie und Beratung

Die Therapie und Beratung kann sowohl im ambulanten als auch stationären Rahmen durchgeführt werden. Bei einer Parkinson-Erkrankung ist eine 14-tägige stationäre Parkinson-Komplex Therapie mit umfangreicher physio- und ergotherapeutischer sowie logopädischer Behandlung und medikamentöser Einstellung möglich (Station 5023).

Weitere Schwerpunkte

  • Indikationsstellung und ggf. Implantation eines Tiefenhirnstimulators in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie.
  • Indikationsstellung zu alternativen medikamentösen Therapien (Duodopa-Pumpen Therapie; Apomorphin-Pumpe)
  • Betreuung von Patienten mit Tiefenhirnstimulatoren, Duodopa- oder Apomorphinpumpen
  • Teilnahme an medikamentösen (Phase II-IV) und experimentellen Therapien im Rahmen von kontrollierten Studien
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Bild 1: Implantierte Stimulationselektroden bei einem Tiefenhirnstimulator Bild 2: Kontrollaggregat eines Tiefenhirnstimulators